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Montag, 9. Juli 2012

Highway 1 - Teil 2 (San Simeon nach San Francisco)


Tag 2 unserer Fahrt von Los Angeles nach San Francisco begann dann am nächsten Morgen in San Simeon.
In dem Restaurant beim Motel 6 nahmen wir für ca. 9 $ pro Person unser "All-you-can-eat-breakfast" ein.
Mit gut gefüllten Bäuchen machten wir uns auf die Reise.
Unser Erwartungen waren eigentlich schon sehr groß - wurden aber weit übertroffen.
Die ersten 3 Stunden unserer Fahrt waren ein ständiges Stop and Go - aber nicht, weil zuviel Verkehr war - nein, es gab so viele überwältigende Eindrucke zu verarbeiten, dass wir sehr oft stehen bleiben mussten, um die wunderbaren Schauspiele der Natur geniessen zu können.






Einfach nur so Daherfahren wäre eine Schande gewesen, und wir mussten uns oft sogar zusammenreißen, um nicht noch mehr Stops zu machen.



Das Wetter spielte auch mit - mal waren die Berge in dichte Wolken gehüllt, dann wieder riss plötzlich die Wolkendecke auf  und lies das Meer und seine Küste erstrahlen. Es war einfach traumhaft !!











Die Route 1 oder auch Highway No.1 genannt, schlängelt sich vorbei an Hügeln mit bunten Planzen, Bergen mit oftmals im Minutentakt veränderten Gesteinsarten entlang der Pazifküste mit Sand-, Fels- und Dünenlandschaften.

 


Jede Kurve brachte eine neue Überraschung - und so war es nicht verwunderlich, dass wir natürlich weit hinter unserem Zeitplan hinterher hingen. Aber wir hatten ja vorsichtshalber genügend Zeit für die beiden Teilstrecken zwischen L.A. und San Francisco eingeplant.

 








Ganz besonders imponiert hat uns der Wasserfall im Julia Pfeiffer Burns State Park. Dort fließt das Wasser aus einem Felsen und fällt dann direkt ins Meer.
 






Berauscht von all den wunderbaren Eindrücken bemerkten wir gar nicht, dass unser Sprit sich langsam dem Ende neigte. Nun ist es nicht so, dass alle paar Meilen hier eine Tankstelle ist - wir hatten vor längerer Zeit eine solche passiert mit dem Hinweis "next gas-station 40 miles".
Blink - da ging auch schon die Reservekontrolle an - nun mussten wir hoffen, dass die 40 Meilen dann auch bald erreicht waren.
Na ja, was soll ich sagen, unser bisheriges Glück blieb uns treu, denn wir erreichten dann doch die erhoffte kleine Tankstelle. Vollmachen wollten wir den Tank hier aber nicht, denn bei einem Preis von "5,79$ per gallon" (normal sind so 3,70$) entschieden wir uns dazu, nur soviel aufzufüllen, dass wir mit Sicherheit den nächsten größeren Ort (Santa Cruz) mit Tankstellen erreichen würden. Also, lieber Tankwart (denn das war er wirklich - er kam aus Mexico und Uwe hatte sein T-Shirt von RCL aus Cozumel an und wurde daraufhin freundlichst bedient) bitte nur für 15 $ auffüllen.

Weiter ging die Fahrt entlang der Küste zum nächsten größeren Höhepunkt - dem 17-Mile Drive.
Das ist ein abgegrenzter Bereich in der Nähe von Monterey, wo es sich die etwas betuchteren Herrschaften schön gemütlich eingerichtet haben. Man kann über einen Rundkurs von 17 Meilen (daher 17-Mile Drive) durch diese Umgebung fahren, und sich der Sehnsucht hingeben, hier auch einmal wohnen zu wollen.

Traumhäuser, diverse exclusive Golfclubs, abwechslungsreiche Vegetation, Strand + Meer mit verschiedenartigster Tierwelt - all das kann man mit dem nötigen Kleingeld hier bekommen.
 






Die Rundfahrt dauerte ca. 1 Stunde und beinhaltete natürlich wieder reichlich Stops an den verschiedensten Stellen.




Es war jetzt langsam auch wieder an der Zeit, unser Auto mit dem richtigen Kraftstoff zu versorgen, damit es uns dann auch nach San Francisco bringen konnte.
Unser bisher bestes Unterfangen auf unserer Reise, nämlich das Verfahren bzw. falsch abbiegen, erwies sich auch hier wieder als Glücksfall. Auf der Suche nach dem Highway No. 1 (das ist manchmal nicht ganz einfach gewesen) sind wir wieder mal falsch abgebogen. Die Tankstelle war gefunden, und nebenan ein kleines Restaurant - das Santa Cruz Diner Inc. Facebook-Freunde von uns kennen es mittlerweile schon.
 

Sehr gemütlich und das Speiseangebot lies unseren "old man" vor Freude fast ausflippen. Er bestellte sich "Meatloaf mit mashed potatoes" - das ist, man will es nicht glauben = Hackbraten mit Kartoffelpüree. Futtern wie bei Muttern zu Hause - und das in den USA !




Wohl genährt ging es nun zurück zum Highway No.1(den fanden wir dann schnell auch wieder)
in Richtung San Francisco.









Immer näher kamen wir unserem Ziel, und dann sahen wir auch schon die Zipfel der Golden Gate Bridge. Da es schon spät war (7pm war schon vorbei), wollten wir jetzt nur noch zum Hotel.



Aber wieder half uns unser Unglück zum richtig geilen Glück. Die Ausfahrt in Richtung zu unserem Hotel war wegen Bauarbeiten gesperrt, wir mussten also weiterfahren und was passierte ??
Plötzlich waren wir auf der Golden Gate Bridge und mussten rüber auf die andere Seite fahren.



Diesen (un)glücklichen Umstand nutzen wir gleich aus, um ein paar wunderschöne Aufnahmen von den Aussichtsplattformen von dort drüben zu machen. Die untergehende Sonne im Rücken machte diesen Augenblick noch gewaltiger und uns lief ein kalter Schauer über den Rücken (auch weil es mittlerweile sehr frisch und windig geworden war).














Uwe konnte sein Glück kaum fassen, war es doch schon immer sein Traum gewesen, einmal über diese Brücke fahren zu können - und nun war dieser Traum schneller wahr geworden als geglaubt. Er musste diesen Glücksmoment mit jemandem teilen, also rief er zu Hause seine Frau Petra an (es war nach deutscher Zeit 4.30h in der Nacht, aber das war jetzt egal) und schrie immer wieder : "ICH BIN ÜBER DIE GOLDEN GATE BRIDGE GEFAHREN - ICH BIN ÜBER DIE GOLDEN GATE BRIDGE GEFAHREN"
  Aber auch Dustin + Sven waren totel begeistert und konnten sich kaum einkriegen. Ein langer Tag hatte damit seinen Höhepunkt erreicht !!
Nun nochmal zurück über die Brücke, denn wir mussten ja zu unserem Hotel. Für die nächsten 3 Nächte wird wieder ein Travelodge unser zu Hause sein.

Kurz eingecheckt, ein paar Informationen für Sehenswürdigkeiten eingeholt, auspacken und los, um noch eine Kleinigkeit zu essen.
Wir fanden auch schnell ein nettes Restaurant (Original Buffalo Wings) und mit einem Burger bzw. Buffalo Wings im gefüllten Bauch gings zurück zum Hotel und dann ins Bettchen.






Morgen und übermorgen ist Sightseeing in und um San Francisco angesagt. Einen Plan haben wir schon, aber mal sehen, wohin uns unser Handicap (verfahren/verlaufen) noch hinbringt.

Wir sagen jetzt nur noch : Guts Nächtle (und träumen von "unserer Brücke")


P.S.:  Ein Tipp für alle, die mal von L.A. nach San Francisco fahren wollen - nehmt euch die Zeit und fahrt gemütlich über den Highway No. 1 
Es dauert zwar etwas (na ja, schon etwas mehr!) länger - aber es lohnt sich auf jeden Fall !!!!!!!! 

Ach ja , da kommt jetzt weiter unten noch ein 360° Bild




















































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