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Donnerstag, 5. Juli 2012

4th of July, Independence Day

Es ist der 4. Juli und somit feiern wir heute zum 236. Mal den Unabhaengigkeitstag! Auf Grund der ausdruecklichen Warnung, Manhattan an diesem Tag nicht nicht abzuklappern, beschraenkten wir unsere Aktivitaeten heute ausschliesslich auf den Stadtteil Brooklyn. Die Tatsache, dass viele Laeden in Manhattan geschlossen waren und uns ein enormer Andrang auf typische Touristenziele, wie etwa das Empire State Building versprochen wurde, machte die Vorstellung eines Ausflugs dorthin fuer uns nicht unbedingt reizvoller.

Man koennte unseren Tag als typisch amerikanisch bezeichnen, denn er begann mit selbstgemachten landestypischen Blueberry Waffeln und Pancakes (aber auch Obst und gesunde Beilagen wurden gereicht, wenn auch mehr oder weniger als Dekoration...!). Anlaesslich des Nationalfeiertages gab es dann noch kleine Geschenke fuer die Kinder.  



Da der Wetterbericht am Tag zuvor noch starkes Gewitter vorrausgesagt hatte, machten wir uns nicht all zu viele Hoffnungen besonders viel unternehmen zu koennen, im Endeffekt war den ganzen Tag ueber jedoch kaum eine Wolke zu sehen und es herrschten stetige 35 Grad!
Man merke sich also: Auf die Wettervorhersage in Amerika kann man sich genauso wenig verlassen, wie auf die in Deutschland!

Es ergab sich ein kleiner Trip zur Promenade von Brooklyn, die sich direkt am Wasser befindet und einen schoenen Blick auf Lower Manhatten, Staten Island, ''Jersey City'' (wir haben bereits gelernt, dass Jersey nicht besonders gut angesehen ist, bzw. eher zum schmunzeln ist, genau genommen hat man in New York verloren, wenn man aus Jersey kommt) und die Freiheitsstatue liefert! Auf dem Weg dorthin, bzw. zurueck, hatte man jede Menge schoener Haeuser zu bestaunen, von denen einige mehrere millionen Dollar teuer sind!





So machten wir uns als erstes Tagesziel auf nach Coney Island. Fuer diejenigen die davon noch nie gehoert haben, es handelt sich hierbei um das suedliche Ende von Brooklyn, inklusive einem alten Freizeitpark und einem sehr schoenen Strand, den wir persoenlich nicht in New York erwartet haetten. Zumindest duerfte dieser an 364 anderen Tagen im Jahr sehr schoen sein. Da hier direkt 4 Subways ihre Endstation haben, geht  wohl so gut wie jeder New Yorker hierher, sobald er Lust hat etwas am Strand zu entspannen.


Gott sei Dank waren wir aber nicht wegen des Sandes und des halbwegs klaren Wassers hier, sondern wegen dem alljaehrlich, am 4. Juli stattfindenen, Hotdog-Wettessen, bei dem zwischen 5000 und 10000 Zuschauer (groesstenteils New Yorker) anwesend sind. Mitten in einer unglaublichen Menschenmasse schauten wir etwa 10 Teilnehmern dabei zu, wie sie innerhalb von 10 Minuten soviele Nathan's Hotdogs verschlangen wie nur moeglich. Dabei waren wir sowohl fasziniert von dem Patriotismus und der Verruecktheit der Amerikaner, aber auch etwas angeekelt vom Anblick der Wettesser!

Der Sieger Joey Chestnut schaffte die stolze Zahl von 68(!!) Hotdogs und wurde von der Menge fast wie der neue gefeiert.

Um der Masse und der Sonne etwas zu entfliehen gingen wir nun zum naheliegenden Pier, wo es zwar auch nicht viel leerer, dafuer aber windiger war und es zudem einen schoenen Blick ueber Coney Island zu bestaunen gab. Die gelben Flecken zwischen all den Menschen und Schirmen ist uebrigens der Strand!

Nach kurzer Pause und langer Wartezeit am Nathan's Imbiss, kauften wir uns selbst noch welche der beruehmten Hotdogs und machten uns auf zum naechsten Ziel, dem Prospekt Park!








Der Prospekt Park ist Brooklyns groesste Gruenflaeche! Zwar etwas kleiner als der Central Park, dafuer aber vom selben Designer entworfen und von ihm als schoener empfunden worden, war er heute vorallem
Treff- und Grillplatz fuer Unmengen von Familien aus Brooklyn. Es war wirklich beeindruckend sich, abseits von den ueblichen Tourismus Hotspots, unter die Bewohner der Stadt zu mischen! Auffaellend waren vorallem die unterschiedlichen Gruppierungen! Waehrend wir zu Beginn in einem Teil des Parkes waren, wo sich ausschliesslich Buerger afroamerikanischer Abstammung aufhielten und wir schon dachten, dass wir falsch seien, kamen wir nach und nach in den asiatischen und mexikanischen Teil. So viel also zum gestern noch gelobten "Melting Pot"! ;)

Da wir verzweifelt auf der Suche nach Wasser waren, konnten wir unser Glueck kaum fassen als wir schliesslich einen der heiss ersehnten Wasserspender fanden, wo sich kurze Zeit spaeter eine Schlange ansammelte, die der vor der Freiheitsstatue nahezu Konkurrenz machen koennte!

Nach einer weiteren Verschnaufpause, welche in dieser Hitze einfach notwendig ist, gingen wir weiter ins Parkinnere und fanden nun immer schoenere Ecken. Auch die restlichen Leute waren nun wieder verschiedenster Nationalitaeten und jede Menge riesige Wiesen luden dazu ein, sich einfach hinzulegen und ein Ruendchen zu schlafen.

                                    (Das braungruene etwas vor dem Haus ist uebrigens Wasser!)

Da wir allerdings, wie so oft, absolut keine Ahnung hatten wo wir nun eigentlich waren (wir hatten natuerlich wieder keine Karte), fragten wir uns zur naechsten Subway-station durch und fuhren zurueck zu unserer Gastfamilie, was dank des hervorragenden U-Bahnnetzes deutlich schneller geht, als man es in solch einer riesen Stadt erwarten wuerde!

Bei den Wards wartete bereits jede Menge Essen darauf von uns verzehrt zu werden, so grillten wir ein paar Frankfurter Sausages und Buletten, um daraus Hotdogs und Burger zu machen. Zum Nachtisch gab es dann Vanille Eis mit Blueberries und Erdbeeren (natuerlich die Nationalfarben). Bei dieser Gelegenheit lernten wir dann auch Ivan, einen Freund der Familie kennen, welcher als Musicalsaenger am Broadwaz arbeitet und sogar schon in so mancher TV Serie eine kleine Rolle hatte (Beispielsweise "The Good Wife")!


Der letzte Punkt auf unserer Liste war natuerlich das Feuerwerk ueber dem Hudson River, das vor etwa 2 Stunden anfing. Wir liefen mit Justin und Elizabeth zur Promenade von Brooklyn, waehrend Kate und Henry zu Hause blieben, da dieser langsam reif fuer das Bett war! Nicht nur fuer uns zwei, sondern auch fuer unsere Gastgeber war es das erste Mal, dass sie das Feuerwerk live miterlebten. Allerdings war es an Strasse viel voller als erwartet, wodurch es mir schwer viel ein halbwegs gelungenes Foto hinzubekommen. Ausserdem war das Feuerwerk etwa 15 Kilometer entfernt und sah wohl kleiner aus, als es wirklich war. Dennoch war es wirklich schoen anzusehen und dauerte etwa 25 Minuten!





Das wars auch schon wieder fuer heute! Verzeiht bitte Rechtschreibfehler und umstaendliche Formulierungen, aber wir sind inzwischen Hundemuede! Bis dann!

































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